Ab und an treffen wir auch auf gute alte Bekannte. Dieses Buch ist einer davon. Vor einigen Jahren haben wir dieses Buch bereits einmal in der Bücherbar vorgestellt, als es beim Schweizer Pendo Verlag erschienen ist. In diesem Monat erscheint es erneut im Programm des Pendo verlages - der jetzt allerdings zu Eichborn gehört.
In dem zwei Jahre nach seinem Tod erschienen Buch "Diktate über Sterben und Tod" erwähnt Peter Noll den Titel eines Buchs, das er gerne noch zu Lebzeiten gedruckt gesehen hätte: Der kleine Machiavelli - eine Satire, die er zusammen mit seinem Freund, dem Manager Hans Rudolf Bachmann noch während seiner schweren Krankheit in Reine schrieb. 1987 erschien dieses Buch dann im Pendo Verlag.
Im Mittelpunkt dieses "Handbuchs" steht der Manager, der erfolgreiche Aufsteiger der Neuzeit (oder auch der, der es gerne wäre),dem jedes Mittel recht ist, wenn es nur der eigenen Karriere dienlich ist. Daran hat sich wenig geändert, seitdem Niccolò Machiavelli in seiner Streitschrift "Il principe" die Regeln des Machtspiels beschrieben hat. Allerdings haben sie sich seither erheblich verfeinert. Ständig gilt es, den eigenen Marktwert(weniger den des Unternehmens) zu steigern.
Mit Spott und Ironie rücken die Autoren einer Kaste zu Leibe, deren edle Geschäftigkeit den besonderen Regeln machiavellistischer Herrschaftsaneignung verpflichtet ist. Eine erfrischende Satire auf die Wirtschaft, deren führende Vertreter ein hohes Prestige für sich in Anspruch nehmen, das aber zuweilen mit höchst zweifelhaften Verhaltensnormen korrespondiert.
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